Den sozialen Zusammenhalt stärken

Liebe Freundinnen, Freunde und Mitstreitende,

Wenn wir von sozialem Zusammenhalt sprechen, müssen wir zuerst auf uns selbst schauen, Paderborn oder der Kreis Paderborn sind keine Inseln – der Zusammenhalt gilt für alle:
1. Starke sollen die Schwachen schützen
2. Gesunde pflegen die Kranken
3. Reiche sollen den Armen helfen – denn Reichtum verpflichtet.
4. Volksvertreter sollen die Interessen des Volkes vertreten…

Spätestens bei Punkt 3 geht mir die Luft aus. Wir haben einen Kampf ‚Arm gegen Reich‘ – global!
Der macht auch vor kleinen Kommunen nicht halt.
Es fehlt überall am nötigen Geld, um die sozialen Herausforderungen des digitalen Zeitalters mit wegfallenden Arbeitsplätzen, Schulen und Bildung am Rande des Kollapses, aufzufangen.
In das Loch der schwarzen Null fällt dann auch die Inklusion mit allen wichtigen Ausgaben – und aufzählen kann man das endlos.

Wenn der soziale Zusammenhalt hauptsächlich von Menschen erkämpft wird, die sich ehrenamtlich – mehr als nur – engagieren, dann frage ich mich:

Müssen Regierungen Banken retten?- weil die „systemrelevant“ sind? – für uns ist nur und allein jeder einzelne Mensch systemrelevant. JEDER!
Das heißt:
Wir müssen unsere Steuergesetze ändern – Reiche sollen wieder mehr bezahlen (das hatten wir schon und es war gut)
Ethik und Moral müssen sichtbarer gemacht werden – sie sind im EgoKarussell verloren gegangen!
„Man tanzt nicht auf Kosten der Kleinen um das goldene Kalb!“
„Man verdient nicht an der Wohnungsnot“
„Man bildet Kinder nicht passend zur Industrie und zum zukünftigen erfolgreichen Gelderwerb“
„Man bezahlt in sozialen Berufen (KindergärtnerInnen, Pflegekräfte) nicht nur das Minimum!“
„Man hetzt nicht gegen Flüchlinge und Obdachlose, also die Schwächsten!“
Leider herrscht in manchen Kreisen die Gier vor Anstand und Ethik, so ein – aus Gier geborenes – Erbe wollen wir nicht antreten.

Wir alle müssen umdenken – für Freiheit und Teilhabe jedes Menschen, denn nicht der alte dumme Spruch:
„Wer nicht arbeitet soll auch nicht essen“
kann stimmen, sondern
„Die Würde des Menschen ist unantastbar“
und betteln zu müssen, weil die Rente nicht reicht, mit Kindern zur Tafel gehen zu müssen, weil 2 Jobs nicht reichen – in einem Land, in dem es doch allen angeblich so gut geht – das muss sozialer Sprengstoff sein!
Lasst uns weit über den Tellerrand hinaus sehen, ein BGE – bedingungsloses Grundeinkommen
zB. durchdenken, weiterdenken – global denken, ohne immerwährend den Dorn der „Wirtschaftlichkeit“ im Auge zu haben.
Der Mensch ist kein Wirtschaftlichkeitsfaktor.
Wir müssen also unsere Haltung überdenken. in Paderborn, im Kreis, in Deutschland und in der Welt. Fangen wir hier und Heute an!
Danke!

Sabine Martiny, Piratenpartei,
Fraktionsvorsitzende der
Fraktion ‚Die LINKE/Piraten‘
im Kreistag Paderborn


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